FAQ: Häufige Fragen rund ums Internet zuhause
Verfügbarkeit
Tarife und Kosten
Technologie
Wechsel und Kündigung
Hier findest du Antworten auf die häufigsten Fragen rund um Internetanschluss, Tarife, Verfügbarkeit und Anbieterwechsel. Ohne Werbedruck, ohne Versprechen, die kein Anbieter halten kann.
Verfügbarkeit prüfen
Wie prüfe ich, welche Anbieter es bei mir gibt?
PLZ auf unserer Startseite eingeben, der Ort wird automatisch ergänzt. Du siehst sofort einen Überblick, welche Technologien und Tarife grundsätzlich in Frage kommen. Für eine exakte Verfügbarkeitsprüfung an deiner konkreten Adresse lohnt sich die Angabe von Straße und Hausnummer, weil Ausbaugrenzen manchmal mitten durch einen Straßenzug gehen.
Warum zeigt meine PLZ andere Ergebnisse als erwartet?
Verfügbarkeit ist sehr lokal. Zwei Häuser nebeneinander können unterschiedliche Optionen haben, je nachdem wie weit der Ausbau reicht. Außerdem basieren die Ergebnisse auf Partnerdaten, die nicht immer tagesaktuell sind. Zur Sicherheit immer direkt beim jeweiligen Anbieter prüfen.
Was bedeutet "bis zu" bei Geschwindigkeitsangaben?
Das ist der technisch mögliche Maximalwert unter Idealbedingungen. Die tatsächliche Geschwindigkeit hängt von Leitungsqualität, Entfernung zur Vermittlungsstelle (bei DSL), Netzauslastung und dem eigenen WLAN-Setup ab. Anbieter müssen im Vertrag neben dem Maximalwert auch Normal- und Mindestgeschwindigkeit angeben.
Gibt es ein Recht auf Mindestinternet in Deutschland?
Ja. Das Telekommunikationsmodernisierungsgesetz gibt Verbrauchern einen Anspruch auf einen Mindest-Breitbandanschluss. Wenn kein Anbieter dir einen Anschluss zu zumutbaren Bedingungen anbieten kann, ist die Bundesnetzagentur zuständig. Der aktuelle Mindestwert wird regelmäßig angepasst.
Tarife und Kosten
Wie berechne ich, was ein Tarif wirklich kostet?
Monatspreis mal Mindestlaufzeit, plus Anschlussgebühr, plus Routerkosten (Kauf oder Miete über die Laufzeit). Wer nach der Aktionsphase einen höheren Preis zahlt, muss das ebenfalls einrechnen. Zum Beispiel: 6 Monate à 20 Euro plus 18 Monate à 40 Euro plus 30 Euro Anschlussgebühr ergibt 870 Euro über 24 Monate, nicht 480 Euro.
Was ist eine Anschlussgebühr und muss ich sie zahlen?
Die Anschlussgebühr ist eine einmalige Zahlung für die technische Einrichtung des Anschlusses. Sie liegt meist zwischen 29 und 70 Euro. Viele Aktionen erlassen diese Gebühr, deshalb lohnt sich Vergleichen. Bei Glasfaser-Erstanschlüssen mit Bauarbeiten können zusätzliche Bereitstellungsgebühren anfallen, diese variieren stark.
Lohnt sich Router-Miete oder sollte ich kaufen?
Über 24 Monate ist Kauf fast immer günstiger. Viele Anbieter verlangen 5-10 Euro monatlich für Router-Miete, das sind 120-240 Euro über zwei Jahre. Ein guter Router kostet 60-150 Euro. Dazu kommt der Vorteil, den Router beim Anbieterwechsel mitnehmen zu können, sofern er zur neuen Anschlussart passt.
Was kostet mich ein Anbieterwechsel?
Grundsätzlich nichts, wenn der Wechsel zum Ende der Mindestlaufzeit mit korrekter Kündigungsfrist erfolgt. Manche Anbieter verlangen eine Rücksendepauschale für den Router. Der neue Anbieter kann eine Anschlussgebühr verlangen, die aber in Aktionen oft entfällt.
Tarife vergleichenPLZ eingeben und aktuelle Angebote sehen.
Zum Check
Technologien verstehen
Was ist der Unterschied zwischen DSL, Kabel, Glasfaser und LTE?
DSL/VDSL nutzt die Telefonleitung und ist weit verbreitet, aber geschwindigkeitsbegrenzt durch Leitungslänge und Qualität. Kabel nutzt das TV-Netz, kann schnell sein, teilt sich aber die Kapazität mit Nachbarn im Knoten. Glasfaser überträgt per Licht, ist schnell, symmetrisch und stabil, aber noch nicht überall verfügbar. LTE/5G läuft über Mobilfunk, ist flexibel, aber stark standortabhängig.
Was ist der Unterschied zwischen Download und Upload?
Download ist die Geschwindigkeit beim Empfangen von Daten: Streaming, Websiten laden, Dateien herunterladen. Upload ist die Geschwindigkeit beim Senden: Videocalls, Cloud-Backups, Fotos hochladen, Homeoffice-Verbindungen. Viele Tarife sind asymmetrisch mit hohem Download und deutlich niedrigerem Upload. Für Homeoffice-Nutzung explizit auf den Upload achten.
Wie viel Speed brauche ich wirklich?
Für eine Person mit normalem Nutzungsverhalten (Streaming, Browsen, gelegentliche Videocalls) reichen 50 Mbit/s komfortabel. Für Haushalte mit 3-4 Personen und gleichzeitigem Streaming und Gaming sind 100-200 Mbit/s sinnvoll. Wer regelmäßig große Dateien hochlädt oder viele Videocalls führt, sollte auf Upload-Werte über 20 Mbit/s achten.
Was ist Glasfaser bis zum Haus (FTTH) und was bis zum Keller (FTTB)?
FTTH bedeutet, die Glasfaser reicht direkt in die Wohnung. Das ist die optimale Variante. FTTB geht bis ins Gebäude, dann läuft die Verbindung über das Hausnetz weiter. Das ist oft Kupfer oder Koaxialkabel und bremst etwas, ist aber immer noch deutlich besser als klassisches DSL. Beide Varianten nennen sich oft schlicht "Glasfaser".
Wechsel und Kündigung
Wie kündige ich meinen Internetvertrag richtig?
Schriftlich kündigen, per Brief mit Einschreiben oder per E-Mail an die offizielle Kündigungs-Adresse des Anbieters. Kündigungsfrist im Vertrag prüfen, meist 4-8 Wochen vor Ende der Mindestlaufzeit. Bestätigung aufheben. Viele Anbieter bieten auch Online-Kündigung an, trotzdem eine Bestätigung anfordern.
Kann ich meinen Vertrag vorzeitig kündigen?
Innerhalb der Mindestlaufzeit nur in Ausnahmefällen: Wenn der Anbieter Preise einseitig erhöht, entsteht ein außerordentliches Kündigungsrecht. Auch wenn die vertraglich zugesicherte Mindestgeschwindigkeit dauerhaft nicht erreicht wird. Bei einem Umzug, wo dieselbe Technologie am neuen Ort nicht verfügbar ist, haben viele Anbieter Regelungen, die Vertragsauflösung oder Mitnahme ermöglichen.
Was passiert mit meiner alten E-Mail-Adresse nach dem Wechsel?
Provider-E-Mail-Adressen (z.B. @t-online.de, @web.de) hängen oft am Vertrag. Nach Kündigung können diese Adressen deaktiviert werden, das variiert je nach Anbieter. Wer wichtige Kontakte über eine solche Adresse hat, sollte rechtzeitig auf eine unabhängige Adresse (Gmail, eigene Domain) umstellen und alle Kontakte informieren.
Übernimmt der neue Anbieter die Kündigung beim alten?
Ja, in vielen Fällen. Besonders wenn du direkt beim neuen Anbieter abschließt und diesen beauftragst, den Wechsel zu koordinieren. Das klappt aber nicht immer reibungslos, deshalb ist es sicherer, selbst zu kündigen und die Bestätigung aufzubewahren.
Ratgeber lesenTipps zu WLAN, Router, Glasfaser und Umzug.
Zum Ratgeber