Internet beim Umzug 03/2026: Kündigung, Mitnahme und neuer Anschluss
Ein Umzug bedeutet für den Internetanschluss: entweder den Vertrag mitnehmen, kündigen oder einen komplett neuen Anbieter wählen. Was in welcher Situation sinnvoll ist, hängt vom alten Anbieter, der neuen Adresse und dem Timing ab. Diese Seite erklärt alle relevanten Szenarien.
Szenario 1: Anbieter nimmt den Vertrag mit an neue Adresse
Wenn dein bisheriger Anbieter auch an der neuen Adresse verfügbar ist, bieten viele eine Vertragsübernahme an den neuen Standort an, ohne Kündigung und Neuabschluss. Das hat Vorteile: keine neue Mindestlaufzeit, keine Anschlussgebühr in manchen Fällen. Allerdings lohnt es sich trotzdem zu prüfen ob ein Anbieterwechsel günstiger wäre, Neukunden bekommen oft bessere Konditionen als Bestandskunden die einfach umziehen. Mehr zu Neukunden-Angeboten.
Szenario 2: Sonderkündigungsrecht beim Umzug
Wenn dein bisheriger Anbieter an der neuen Adresse nicht verfügbar ist oder dieselbe Technologie nicht anbieten kann, hast du in der Regel ein außerordentliches Kündigungsrecht. Das bedeutet: du kannst den Vertrag vor dem regulären Laufzeitende kündigen, ohne die volle Restlaufzeit zahlen zu müssen.
Das Sonderkündigungsrecht muss gegenüber dem Anbieter schriftlich geltend gemacht werden, mit Nachweis des Umzugs (Ummeldebescheinigung oder neue Adresse) und dem Hinweis auf die fehlende Verfügbarkeit. Der Anbieter muss dann die Kündigung zum nächstmöglichen Termin akzeptieren.
Hinweis: Die genaue Rechtslage kann im Einzelfall variieren, besonders wenn der Anbieter argumentiert, er könnte den Anschluss auch an der neuen Adresse bereitstellen. Im Zweifelsfall einen Verbraucherschutzverein einschalten.
Neuen Anbieter an der Zieladresse finden
Was an der neuen Adresse verfügbar ist, zeigt die PLZ-Prüfung. Umzug ist ein guter Moment für einen Vergleich, als Neukunde gibt es oft bessere Konditionen als als Bestandskunde.
Zeitplanung: Wie vermeide ich eine Internet-Pause?
Zwischen dem Abklemmen an der alten Adresse und der Aktivierung an der neuen liegt fast immer eine Lücke. Wie lang sie ist, hängt von Technologie und Anbieter ab. Glasfaser-Erstanschlüsse brauchen manchmal Wochen bis der Techniker kommt. DSL-Schaltungen sind oft in 2–3 Wochen erledigt.
Um die Pause zu minimieren: neuen Vertrag an der Zieladresse möglichst früh abschließen, Schalttermin erfragen und koordinieren. Als Überbrückung eignet sich ein mobiler LTE-Router mit kurzfristiger SIM-Karte, in vielen Fällen reicht das für die Übergangszeit vollkommen aus. Mehr zu flexiblem Internet ohne Vertrag.
Wichtige Checkliste für den Umzug
- Vertragsende und Kündigungsfrist des alten Vertrags prüfen
- Verfügbarkeit an der neuen Adresse per PLZ prüfen
- Neuen Anbieter rechtzeitig beauftragen, Schalttermin einplanen
- Alten Vertrag kündigen oder Umzugsservice des Anbieters nutzen
- Router-Rücksendung des alten Anbieters nicht vergessen
- Provider-E-Mail-Adressen vor Kündigung auf neutrale Adresse umstellen
- Mobilen Hotspot für die Übergangszeit einplanen
Was passiert mit der Festnetznummer?
Die Festnetznummer ist an die alte Vorwahl gebunden. Bei einem Umzug in ein anderes Vorwahlgebiet kann die alte Nummer in der Regel nicht mitgenommen werden, eine neue lokale Nummer wird vergeben. Innerhalb desselben Vorwahlgebiets ist eine Nummernmitnahme oft möglich, wenn derselbe Anbieter oder ein kompatibles Netz an der neuen Adresse aktiv ist.