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Internetgeschwindigkeit richtig testen

Internet-Speedtest 03/2026, so testest du deine DSL-Geschwindigkeit richtig

Speedtest Tipps
Werte verstehen
Probleme lösen

Ein Speedtest zeigt Download- und Upload-Geschwindigkeit sowie die Latenz (Ping) deiner Internetverbindung. Das klingt einfach, aber falsch durchgeführt liefert ein Speedtest irreführende Ergebnisse. Diese Seite erklärt, wie man richtig testet, was die Werte bedeuten und was zu tun ist, wenn die gemessene Geschwindigkeit unter den vertraglich vereinbarten Werten liegt.

Wo kann ich meinen Internetzugang testen?

Der Breitbandmesser der Bundesnetzagentur ist die offizielle und neutrale Messstelle in Deutschland. Das Tool unter breitbandmessung.de ist kostenlos, werbefrei und liefert Ergebnisse die rechtlich verwertbar sind, relevant wenn man gegenüber dem Anbieter nachweisen möchte, dass die vertraglich zugesicherte Mindestgeschwindigkeit nicht erreicht wird.

Daneben gibt es bekannte kommerzielle Angebote wie fast.com (von Netflix) oder speedtest.net. Diese sind für eine schnelle Orientierung geeignet, aber für offizielle Nachweise gegenüber dem Anbieter empfiehlt sich der Bundesnetzagentur-Breitbandmesser.

So testest du richtig

Gerät direkt per Kabel anschließen: WLAN-Verbindungen können die Messung verfälschen. Für einen verlässlichen Test das Testgerät per LAN-Kabel direkt am Router anschließen, nicht über WLAN messen.

Alle anderen Programme schließen: Laufende Downloads, Streaming oder Cloud-Backup während des Tests können das Ergebnis erheblich nach unten ziehen. Vor dem Test alle bandbreitenintensiven Hintergrundprozesse beenden.

Mehrmals testen: Ein einzelner Messwert ist wenig aussagekräftig. Wer belastbare Daten haben möchte, misst zu verschiedenen Tageszeiten (morgens, mittags und abends) und an verschiedenen Tagen. Abends sind die Werte oft schlechter weil mehr Nutzer gleichzeitig online sind.

Direkt am Router testen: Wenn möglich, den Test auf einem Gerät durchführen, das per Kabel direkt am Router hängt, nicht über einen Switch oder weitere Netzwerkkomponenten dazwischen.

Was bedeuten die Messwerte?

Download (Mbit/s): Wie schnell Daten aus dem Internet auf dein Gerät übertragen werden. Relevant für Streaming, Downloads, Laden von Websites. Je höher, desto besser.

Upload (Mbit/s): Wie schnell Daten von deinem Gerät ins Internet übertragen werden. Relevant für Videocalls, Cloud-Backup, das Hochladen von Dateien. Bei DSL ist der Upload strukturell deutlich niedriger als der Download (asymmetrisch). Bei Glasfaser sind Upload und Download symmetrisch.

Ping/Latenz (ms): Die Zeit die ein Datenpaket braucht, um vom Gerät zum Server und zurück zu kommen. Niedrige Latenz ist wichtig für Echtzeitanwendungen wie Gaming oder Videocalls. Für normales Streaming oder Surfen ist die Latenz weniger relevant als die Bandbreite.

Tarife nach PLZ prüfen

Wenn dein Speedtest deutlich schlechter ausfällt als erwartet und ein Anbieterwechsel in Frage kommt, hier siehst du, welche Tarife an deiner Adresse buchbar sind.

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* Anzeige. Bei Vertragsabschluss über einen Partnerlink erhalten wir ggf. eine Provision. Für dich entstehen keine Mehrkosten. Konditionen bitte direkt beim Anbieter prüfen.

Meine Geschwindigkeit ist zu langsam, was tun?

Zuerst prüfen: Stimmt der Wert mit dem überein, was vertraglich vereinbart wurde? Verträge nennen in der Regel eine "bis zu"-Geschwindigkeit, die unter optimalen Bedingungen erreichbar ist, und eine Mindestgeschwindigkeit, die der Anbieter garantieren muss. Die konkrete Mindestgeschwindigkeit steht in deinen Vertragsunterlagen oder ist beim Anbieter erfragbar.

Wenn die Mindestgeschwindigkeit dauerhaft unterschritten wird: Dokumentiere mehrere Messungen mit dem Bundesnetzagentur-Breitbandmesser über mindestens zwei Wochen zu verschiedenen Tageszeiten. Mit dieser Dokumentation kannst du beim Anbieter eine Störungsmeldung aufgeben. Bestätigt der Anbieter das Problem nicht und wird es nicht behoben, kann das unter Umständen ein Sonderkündigungsrecht begründen. Mehr zu DSL-Störungen und Rechten.

Technische Ursachen prüfen: Bevor man den Anbieter kontaktiert, lohnt ein kurzer technischer Check: Router neu starten, Kabelverbindungen prüfen, Test direkt per LAN-Kabel durchführen. Manchmal liegt die langsame Verbindung am eigenen Gerät oder am WLAN-Empfang, nicht am Anschluss selbst.

Häufige Fragen zum Internet-Speedtest

Wie teste ich meine Internetgeschwindigkeit?
Am zuverlässigsten mit dem Breitbandmesser der Bundesnetzagentur (breitbandmessung.de). Gerät per LAN-Kabel am Router anschließen, alle anderen Programme schließen und den Test starten. Mehrmals zu verschiedenen Tageszeiten messen für ein aussagekräftiges Bild.
Warum ist mein Internet abends langsamer?
Abends sind mehr Nutzer gleichzeitig online. Das Netz ist dann stärker ausgelastet, besonders im Kabelbereich wo sich Nutzer in einem Segment die Kapazität teilen. Bei DSL ist das weniger stark ausgeprägt, aber auch dort kann Abendlast zu niedrigeren Werten führen. Das ist ein bekanntes Phänomen und kein Fehler.
Reichen 150 Mbit/s für Homeoffice?
150 Mbit/s Download reichen für Homeoffice aus, ein HD-Videocall braucht etwa 3–5 Mbit/s, 4K-Streaming rund 25 Mbit/s. Kritischer ist oft der Upload: Bei DSL kann der deutlich unter 20 Mbit/s liegen. Wer viel hochlädt oder gleichzeitig mehrere Videocalls im Haushalt führt, sollte den Upload im Blick haben.
Was ist ein guter Ping-Wert?
Unter 20 ms ist ausgezeichnet für Gaming. Bis 50 ms ist für normales Gaming noch akzeptabel. Bis 100 ms merkt man beim Surfen und Streaming kaum etwas. Über 150 ms werden Videocalls und Onlinespiele spürbar verzögert. DSL hat typischerweise 10–30 ms, Glasfaser 1–10 ms.
Was wenn mein Anbieter die versprochene Geschwindigkeit nicht liefert?
Dokumentiere Messungen mit dem Bundesnetzagentur-Breitbandmesser über mehrere Wochen. Damit kannst du belegen, dass die Mindestgeschwindigkeit dauerhaft unterschritten wird, und eine formelle Störungsmeldung beim Anbieter einreichen. Bleibt das Problem unbehoben, kann das ein Sonderkündigungsrecht begründen.

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