Die vier Kostenpositionen die du kennen musst
1. Monatspreis, Aktionszeit vs. Normalpreis
Viele Anbieter locken mit niedrigen Einstiegspreisen für die ersten 6 oder 12 Monate. Danach gilt der deutlich höhere Normalpreis. Beispiel: Ein Tarif kostet 20 Euro in den ersten 12 Monaten und 40 Euro danach. Über 24 Monate Laufzeit ergibt das (12 × 20) + (12 × 40) = 720 Euro. Ein Tarif ohne Aktionsphase für konstant 30 Euro kostet dagegen nur 720 Euro. Klingt gleich, aber was passiert wenn der erste nach Monat 12 auf 50 Euro steigt?
2. Anschlussgebühr
Eine einmalige Einrichtungsgebühr von häufig 30–70 Euro. In Aktionszeiträumen erlassen viele Anbieter diese Gebühr. Wer das nutzt, spart direkt beim Einstieg. Trotzdem: Die Gebühr gehört immer in die Gesamtrechnung.
3. Routerkosten
Manche Anbieter stellen einen Router kostenlos bereit, andere vermieten ihn für 5–10 Euro pro Monat. Über 24 Monate bedeutet das bis zu 240 Euro extra. Ein einmaliger Kauf eines kompatiblen Routers für 80–120 Euro ist dann die günstigere Wahl. Wichtig: Eigene Router müssen zur Anschlussart und zum Anbieter passen.
4. TV-Option und weitere Extras
TV-Pakete, Streaming-Bundles oder Telefon-Flats werden manchmal aufgepreist, manchmal kostenlos integriert. Wer sie nicht braucht, sollte sie auch nicht bezahlen. Mehr dazu auf der Seite Internet mit TV.
Beispielrechnung: So vergleichst du Tarife ehrlich
Tarif A: 19,99 €/Monat (Monate 1–12), danach 39,99 €/Monat + 49,99 € Anschlussgebühr + 5 €/Monat Routermiete. Gesamtkosten über 24 Monate: (12 × 19,99) + (12 × 39,99) + 49,99 + (24 × 5) = 239,88 + 479,88 + 49,99 + 120 = 889,75 Euro.
Tarif B: 29,99 €/Monat konstant, keine Anschlussgebühr (Aktion), Router inklusive. Gesamtkosten über 24 Monate: 24 × 29,99 = 719,76 Euro.
Tarif A klingt günstiger, ist aber über die Laufzeit fast 170 Euro teurer.