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Router: Mietgerät oder eigenes Gerät?

Router 03/2026: Mietgerät oder eigener Router?

Mietrouter erklärt
FRITZ!Box vs. Speedport
Kauftipps

Fast jeder Internetanbieter liefert bei Vertragsabschluss einen Router mit. Ob dieser Mietrouter ausreicht oder ob ein eigenes Gerät sinnvoller ist, hängt vom persönlichen Bedarf ab. Diese Seite erklärt die Unterschiede, nennt die typischen Vor- und Nachteile und hilft bei der Entscheidung.

Was ist ein Mietrouter?

Anbieter wie Telekom, Vodafone, O2 und 1&1 stellen bei DSL- und Glasfaser-Verträgen einen Router zur Verfügung, der im Tarif enthalten ist. Dieser Router bleibt Eigentum des Anbieters, wird also technisch gesehen gemietet. Nach Vertragsende muss er zurückgegeben werden. Die Kosten sind im Monatspreis einkalkuliert, tauchen aber oft nicht separat auf.

Der Vorteil: Der Router ist auf den Anschluss abgestimmt, der Anbieter übernimmt bei Geräteproblemen den Austausch, und die Einrichtung ist minimal. Der Nachteil: Man hat kein Eigentum am Gerät, und die mitgelieferten Geräte sind nicht immer die leistungsfähigsten am Markt.

Telekom: Speedport

Die Telekom liefert hauptsächlich Geräte der Speedport-Serie. Diese sind speziell auf Telekom-Anschlüsse abgestimmt und werden vom Konzern selbst entwickelt. Die Bedienoberfläche ist einfach gehalten, was für weniger technikaffine Nutzer ein Vorteil ist. Fortgeschrittene Funktionen wie detaillierte Portfreigaben, VPN-Server oder tiefgehende WLAN-Konfiguration sind bei Speedport-Geräten eingeschränkter verfügbar als bei FRITZ!Boxen. Die Telekom erlaubt alternativ auch den Betrieb einer eigenen FRITZ!Box am Telekom-Anschluss.

Vodafone und andere: EasyBox und Alternativen

Vodafone lieferte lange die EasyBox, inzwischen werden je nach Produkt verschiedene Geräte eingesetzt. Auch bei Vodafone ist die Nutzung eigener Router möglich, erfordert aber die manuelle Konfiguration der Zugangsdaten.

FRITZ!Box: der Standard für eigene Router

AVM FRITZ!Box ist in Deutschland der de-facto-Standard wenn es um eigene Router geht. Die Geräte sind bekannt für eine umfangreiche Funktionspalette: DECT-Basisstation für schnurlose Telefone, integrierter Anrufbeantworter, detailliertes WLAN-Management, VPN-Server, NAS-Funktion für angeschlossene USB-Speicher, automatische Updates und eine sehr übersichtliche Bedienoberfläche (FRITZ!OS).

FRITZ!Boxen sind für DSL, VDSL, Glasfaser (mit passendem ONT) und Kabel erhältlich. Wichtig: Man muss beim Kauf darauf achten das richtige Modell für die eigene Anschlusstechnologie zu wählen. Eine FRITZ!Box für DSL funktioniert nicht an einem Kabelanschluss und umgekehrt.

Lohnt sich ein eigener Router?

Ein eigener Router lohnt sich besonders in diesen Situationen: große Wohnung oder Haus mit schlechter WLAN-Abdeckung durch den Mietrouter, Bedarf an Heimnetzwerk-Funktionen wie NAS, VPN oder DECT, häufige Umzüge bei denen man den Router mitnehmen möchte, oder wenn man einfach mehr Kontrolle und bessere WLAN-Performance möchte.

Für eine einzelne Person in einer kleinen Wohnung die nur surft und streamt, reicht der Mietrouter in der Regel völlig aus. Das Geld für einen eigenen Router ist dann meist nicht nötig.

WLAN-Reichweite verbessern: Mesh und Repeater

Wer in einer größeren Wohnung oder einem Haus schlechten WLAN-Empfang hat, hat zwei Optionen: ein WLAN-Repeater verstärkt das vorhandene WLAN-Signal, ist aber einfacher und billiger. Ein Mesh-System (mehrere miteinander verbundene Access Points) bietet bessere Performance, besonders wenn man sich durch die Wohnung bewegt. AVM bietet mit FRITZ!Repeater und FRITZ!DECT passende Erweiterungen für das FRITZ!Box-Ökosystem.

Wo es möglich ist, bleibt eine LAN-Kabelverbindung für Desktop-PCs, Smart-TVs oder Spielekonsolen die zuverlässigere Wahl gegenüber WLAN, besonders für Homeoffice oder datenintensive Anwendungen.

Router beim Anbieterwechsel

Wer den Internetanbieter wechselt, muss den Mietrouter des alten Anbieters zurückschicken. Das ist per Gesetz geregelt: Der Anbieter muss einen Rücksendebeutel oder eine Abholung organisieren. Wer einen eigenen Router hat, nimmt diesen einfach mit und spart die Einrichtungszeit beim neuen Anbieter. Den genauen Ablauf erklärt Internetanbieter wechseln.

Häufige Fragen zum Router

Muss ich den Router des Anbieters nutzen oder kann ich einen eigenen verwenden?
Du kannst in Deutschland grundsätzlich einen eigenen Router verwenden, das ist gesetzlich garantiert. Der Anbieter muss dir die notwendigen Zugangsdaten (z.B. PPPoE-Daten) mitteilen. Bei Glasfaser mit GPON-Technik kann zusätzlich ein Optical Network Terminator (ONT) des Anbieters nötig sein, der aber vom eigentlichen Router getrennt ist.
Kostet der Mietrouter extra?
Die meisten Anbieter rechnen den Router in den monatlichen Grundpreis ein, ohne ihn separat auszuweisen. Manche Anbieter stellen ihn kostenlos zur Verfügung, andere verlangen 5 bis 10 Euro monatlich Aufpreis für ein Premium-Gerät. Das steht im Kleingedruckten des Tarifvertrags. Nach dem Vertragsende muss der Router zurückgegeben werden.
Welche FRITZ!Box ist die richtige für meinen Anschluss?
Für DSL und VDSL benötigt man eine FRITZ!Box mit integriertem DSL-Modem, zum Beispiel die FRITZ!Box 7590 oder 7490. Für Glasfaser mit separatem ONT reicht eine FRITZ!Box ohne Modem wie die 4060. Für Kabelanschlüsse gibt es spezielle Kabel-FRITZ!Boxen wie die 6660 Cable. Beim Kauf immer die Produktbeschreibung prüfen.
Was tun wenn der Mietrouter kaputt geht?
Bei einem defekten Mietrouter hat man Anspruch auf Ersatz durch den Anbieter. Einfach beim Kundendienst melden und ein Austauschgerät anfordern. Das sollte kostenlos sein, solange der Defekt nicht durch eigenes Verschulden entstanden ist. In der Zwischenzeit kann man oft über das Mobilfunknetz als Hotspot eine Not-Verbindung herstellen.
Verbessert ein neuer Router die Internetgeschwindigkeit?
Ein neuer Router verbessert die Internetgeschwindigkeit nur dann, wenn der alte Router das Bottleneck war, also nicht die volle Leitungsgeschwindigkeit verarbeiten konnte. Das ist bei sehr alten Geräten möglich. Wenn die Leitung selbst langsam ist, hilft kein Router. Zuerst per LAN-Kabel direkt am Router messen um festzustellen wo das Problem liegt. Mehr dazu auf der Seite DSL Geschwindigkeit.

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